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Brasilien - Studentin wegen Minirock gemobbt und von Uni verwiesen |
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Südamerika-News
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Dienstag, 10. November 2009 um 15:36 Uhr |
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In Sao Paulo wurde eine 20-jährige Studentin von ihren Kommilitonen mit Hasstiraden überzogen nur weil sie einen aufreizenden Minirock trug. Weil ihr Kleidungsstück Tumulte in der Universidade Bandeirante auslöste wurde die Studentin daraufhin exmatrikuliert. Begleitet von Sprechchören und Hasstiraden flüchtete die junge Frau zunächst und konnte nur unter Polizeischutz das Uni-Gebäude unbeschadet verlassen. Die Anwälte der jungen Frau beantragten eine polizeiliche Untersuchung des Vorganges. Nicht nur in Brasilien sondern auch in vielen anderen lateinamerikanischen Ländern setzt sich unter dem Einfluss der katholischen Kirche eine zunehmende Radikalisierung und Wandlung öffentlicher Moral und Wertvorstellungen durch. So begründete die betroffene Universität ihre Entscheidung zur Exmatrikulierung auch damit, dass die Studentin "unangemessene Kleidung" trug und die "Würde und Moral" des Institutes verletzt hätte. Studentenverbände warfen der Leitung der Uni "Steinzeit-Ansichten" vor. |
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Soja bedroht argentinischen Nationalstolz |
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Südamerika-News
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Montag, 02. November 2009 um 19:58 Uhr |
Da der Anbau von Soja profitabler ist als die Rinderzucht wird immer mehr wertvolles Weideland für den Sojaanbau zweckentfremdet. In einem Land wo es mehr Rinder als Menschen gibt, wo noch bis vor wenigen Jahren mehr Rindfleisch exportiert wurde als in jedem anderen Land der Welt, ist die Nachricht ein wahrer Schock, dass man wohl im nächsten Jahr große Mengen Rindfleisch einführen müsse. Grund dafür ist unter anderem der bereits erwähnte Sojaanbau. Soja benötigt guten Boden, der jetzt als Weideland fehlt. Die Folge: Rinder geben weniger Milch und gebären weniger Kälber auf den nun zur Verfügung stehenden schlechteren Weideländereien. Rund 3 Millionen Kälber werden im nächsten Jahr fehlen, das macht etwa 600.000 Tonnen Fleisch. Dass jetzt auch noch der Erzrivale Brasilien mehr Rindfleisch exportiert als Argentinien ist ein heftiger Tiefschlag für den argentinischen Nationalstolz.
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Bolivien - Ende der Beziehungskrise? |
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Montag, 02. November 2009 um 19:57 Uhr |
Vor einem Jahr wurde der US-Botschafter in Bolivien des Landes verwiesen. Ihm wurde vorgeworfen, gegen die Regierung Evo Morales und an deren Sturz zu arbeiten. Seit dieser Zeit sind die Beziehungen beider Länder denkbar schlecht. Bestätigt fühlt sich die Regierung Boliviens auch durch die Tatsache, dass der ehemalige US-Botschafter Philip Goldberg nun zum Leiter des Nachrichtendienstes des US-Außenministeriums berufen wurde. Woraufhin sich der bolivianische Vizepräsident Álvaro García Linera in seiner Auffassung bestätigt sah, dass Goldberg nach Bolivien gekommen sei um zu konspirieren. Trotzdem, so scheint es, stehen die beiden Länder nun vor einem Neuanfang ihrer gegenseitigen Beziehungen. Der bolivianische Präsident Evo Morales teilte mit, dass die USA ein neues Abkommen mit Bolivien unterzeichnen werden, um die diplomatische Krise beizulegen. Sollten die Gespräche erfolgreich verlaufen, könnten bereits im November neue diplomatische Beziehungen aufgenommen werden.
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Ecuador - Picknick mit den Verstorbenen |
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Donnerstag, 29. Oktober 2009 um 19:57 Uhr |
Allerseelen in Ecuador. Das hört sich im ersten Augenblick wahrscheinlich nicht sonderlich spektakulär an. Doch jedes Jahr am 2. November, an Allerseelen, einem gesetzlichen Feiertag in Ecuador, herrscht in vielen Städten und Gemeinden der Ausnahmezustand. Straßen sind gesperrt und Ordnungskräfte sind bemüht, das Chaos in den Griff zu bekommen. In einigen Gemeinden, besonders in jenen mit hohem indigenen Bevölkerungsanteil, wird der "Dia de los difuntos" - der Tag der Verstorbenen besonders eindrucksvoll gefeiert. An jenen Tagen versammelt sich traditionell die ganze Familie auf dem Friedhof um der Verstorbenen zu gedenken. Dies ist keine triste Angelegenheit - im Gegenteil. Unzählige Menschen bevölkern die Straßen, herausgeputzt und farbenfroh, bepackt mit Körben und Töpfen voller Leckereien. Die Straßen sind gesäumt mit kleinen Verkaufsständen; Blumen, Leckereien, Spielzeug und vieles mehr wird angeboten. Die Gräber wurden rechtzeitig vor Beginn der Festlichkeiten verschönert und mit frischen Blumen versorgt. Man gedenkt der Verstorbenen – statt zu trauern erinnert man sich mit Freude an die gemeinsame Zeit. Was ein wenig wie Volksfest klingt ist in Wahrheit eine besondere Form des Respekts und der Hochachtung vor den Verstorbenen. Möglicherweise ein wenig befremdlich für Europäer, aber eben sehr ecuadorianisch.
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Sean Penn trifft venezolanischen Präsidenten |
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Donnerstag, 29. Oktober 2009 um 19:56 Uhr |
Wie der venezolanische Präsident Hugo Chavez verlauten lies, plant der US-Filmstar die Verfilmung eines Romanes von Alejo Carpentier in Venezuela. Dies wurde bei einer privaten Unterredung des Filmstars mit dem Präsidenten besprochen. Der Roman "Die verlorenen Spuren" des 1980 verstorbenen kubanischen Schriftstellers Alejo Carpentier spielt zum Großteil am Rio Orinoco in Venezuela. Der 1953 veröffentlichte Roman handelt von der Reise eines Anthropologen durch das venezolanische Dschungelgebiet. Einzelheiten zu dem geplanten Projekt sind bisher nicht bekannt.
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Brasilien - Staat finanziert doch WM-Stadien |
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Mittwoch, 28. Oktober 2009 um 19:54 Uhr |
Entgegen früheren Aussagen wird sich Brasiliens Regierung jetzt doch an den Kosten für die zwölf Stadien für die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 beteiligen. Die staatliche BNDES Bank wird für Bau und Renovierungen insgesamt 1,86 Milliarden Euro zur Verfügung stellen. Ursprünglich war vorgesehen, dass sich der Staat lediglich an den Kosten für den Ausbau des Transportwesens und sonstigen Infrastrukturmaßnahen beteiligen solle. Für die Maßnahmen im Bereich Transport und Infrastruktur hatte die BNDES bereits 1,93 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt.
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Ecuador - Milliarden für Nichtnutzung |
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Mittwoch, 28. Oktober 2009 um 19:53 Uhr |
Ecuadors Regierung überrascht mit einem Vorschlag der besonderen Art. Dafür dass der kleinste Andenstaat auf die Ausbeutung von Ölvorkommen im Norden des Landes (850 Millionen Barrel) verzichtet, möchte die Regierung in Quito rund 3 Milliarden Dollar als Gegenleistung. Die Argumentation stößt in Europa durchaus auf Gegenliebe: Abgesehen davon, dass Ecuador über eine große Fläche unberührten Regenwaldes verfüge, blieben der Atmosphäre ohne die Ausbeutung der Ölreserven rund 410 Millionen Tonnen Kohlendioxid erspart. Seit der linksgerichtete Staats- und Regierungschef Rafael Correa das Projekt erstmals im Jahre 2006 vorstellte, stieß es in Europa auf großes Interesse. So soll neben Norwegen und Spanien auch Deutschland eine Beteiligung in Aussicht gestellt haben. Die Gelder aus dem Projekt sollen nach Regierungsangaben aus Quito in die Umstellung auf erneuerbare Energien fließen.
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