Peru
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Reisefinder
| Paradebeispiel Peru: Nachhaltiger Tourismus sorgt für steigende Einnahmen und Investitionen in ärmere Regionen |
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| News - Südamerika-News | |||
| Mittwoch, 19. Oktober 2011 um 19:29 Uhr | |||
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Der Tourismus in Peru steigt unaufhaltsam. Immer mehr Touristen strömen ins Land. Vor allem in diesem Jahr zog es bereits Scharen von Reisenden, Abenteurern und Neugierigen an, die Machu Picchu zu seinem 100jährigen Jubiläum die Ehre erweisen wollten. Aber auch der nationale Tourismus steigt unaufhaltsam. Immer mehr Peruaner packen ihre Koffer und gehen auf Entdeckungsreise im eigenen Land. Am Dienstag stellte das peruanische Ministerium für Außenhandel und Tourismus (MINCETUR) in einem Vortrag die letzten Entwicklungen und Zukunftspläne vor. MINCETUR führt die steigenden Zahlen der einheimischen Touristen nicht zuletzt auch auf die positive soziale Entwicklung im Land zurück. Die Geburtenrate geht zurück, viele Peruaner binden sich nicht mehr so früh und nutzen ihre Freiheit, um zu reisen. 2015 rechnet man mit 7,6 Millionen Peruanern, die ihre Heimat erkunden. Das würde seit 2009 einen Anstieg von 75% bedeuten. Vor Kurzem verkündete das Ministerium bereits, dass man noch bis Ende dieses Jahres erstmalig die 2,5 Millionen-Grenze an Besuchern knacken will. Mit den gewonnenen Einnahmen will man vor allem in den Ausbau der Infrastruktur der bisher weniger besuchten Stätten investieren, denn Peru hat weit mehr zu bieten als Cusco und Machu Picchu. 11 Regionen stehen im Blickpunkt der Investitionen: unter anderem der Erlebnis-Tourismus auf den Inseln im Titicacasee, Touren im Colca-Tal, die Mocha-Route im Norden Perus, die Amazonas-Region, mehrtägige Trekking-Touren mit Lamas nach Chavín de Huántar, die Naherholungsgebiete um Lima sowie die Mangrovenwälder bei Tumbes. Geplant sind für die nächsten Jahre Investitionen in Höhe von US$ 39 Millionen in den Ausbau der touristischen Infrastruktur sowie US$ 266 Millionen in den Ausbau der regionalen Flughäfen. In Zukunft soll das nationale Flugstreckennetz ausgebaut werden. Bisher gehen sämtliche Flüge über Lima. Will man z. B. von Cusco nach Iquitos fliegen, muss man in Lima umsteigen. Direktflüge zwischen den wichtigsten Zielen im Norden und Süden des Landes sollen vor allem auch die Mobilität der Einheimischen verbessern. Der strategische Plan für die Entwicklung des Tourismus in Peru, PENTUR, ein 10-Jahresplan von 2008 bis 2018, steht hinter den steigenden Zahlen. Als Marketingstrategie hat man 2009 bereits die „Marke Peru“ entwickelt. Mit einem einprägsamen Logo wurde ein Wiedererkennungswert geschaffen, der nun überall als Werbemittel eingesetzt wird, wo Peru auftaucht. Die Peruaner sind stolz auf ihre Marke und tragen sie zu sämtlichen öffentlichen Anlässen und Feierlichkeiten auf T-Shirts, Mützen und Jacken.
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Dadurch wird den Peruanern die Möglichkeit gegeben, sich auch in anderen Städten als bisher niederzulassen. Somit möchte man erreichen, dass sie neue Ziele in ihrem Land für Studium und Job auswählen und dadurch die Entwicklung weniger besuchter Regionen fördern.