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Reisefinder
| Naturschutz: Kolumbien produziert in Zukunft Fairtrade Gold |
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| News - Südamerika-News | |||
| Dienstag, 19. Oktober 2010 um 21:08 Uhr | |||
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Bergbau ist sicherlich ein aus vielen Gründen riskantes Geschäft – nicht nur in Südamerika und China. Erst vor wenigen Tagen traten die nicht unerheblichen Gefahren des Bergbaus in Südamerika ans Licht der weltweiten Öffentlichkeit. Die Bilder gingen um die Welt. 33 Bergleute saßen insgesamt 69 Tage mehrere hundert Meter in der Tiefe fest, bis man sie mit einer spektakulären Befreiungsaktion schließlich wieder ans Tageslicht zurück holte. Kritik war kaum zu hören. Doch Tatsache ist, dass auch die chilenische Unglücksmine normalerweise keine Betriebserlaubnis hätte erhalten dürfen. Die internationale Bergbaugewerkschaft schätzt, dass jährlich mindestens 12.000 Bergleute bei dem riskanten Job ums Leben kommen. Schuld daran seien – so die Bergbaugewerkschaft – meist mangelhafte Ausrüstung, enorme psychische und physische Beanspruchung sowie ungenügende Sicherheitsstandards. Gegen diese Umstände will man nun mit einem ersten Fairtrade Projekt in Kolumbien ankämpfen; gegen die Ausbeutung der Arbeitnehmer und den katastrophalen Raubbau an der Natur mit seinen zum Teil verheerenden Folgen. Die Fairtrade Dachorganisation FLO hat in Zusammenarbeit mit der „Alliance for Responsible Mining“ neue Standards für den Abbau von Gold in Kolumbien erarbeitet. Die kolumbianische Organisation "Oro Verde" - Partner des Pilotprojektes - wird wohl ab nächstem Jahr mit dem „fairen und umweltverträglichen Abbau“ von Gold beginnen. Die Vorteile für die Bergwerksarbeiter können sich sehen lassen: neben Festgehalt und regelmäßiger Auszahlung, stehen Mitspracherecht, Gewerkschaftsfreiheit, Gesundheitsschutz und die strikte Einhaltung von Sicherheitsstandards auf dem Programm. Auch die Natur profitiert vom Fairtrade Goldabbau. Bei der Fairtrade Produktion dürfen keine giftigen Produkte wie Quecksilber verwendet werden und nach Abschluss des Projektes müssen die Böden wieder hergestellt und bepflanzt werden. Wann das zertifizierte Gold in Europa in den Handel kommt ist bisher noch nicht bekannt. Besuchen Sie MACHU PICCHU TRAVEL auch auf Twitter und Facebook
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